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Die August-Bebel-Gesellschaft e.V. in Eisenach plant für Herbst diesen Jahres die Veröffentlichung der Autobiographie von Karl Hermann (1885-1973).

Hermann wurde als zweites von vier Kindern in Unkeroda geboren. Er erlernte den Beruf eines Maurers und war schon früh in der Gewerkschaft aktiv. Nach Kriegsdienst und russischer Gefangennahme, entwischte er aus der Gefangenschaft und wurde 1918 Vorsitzender des Eisenacher Arbeiter- und Soldatenrates. Von dort führte sein Weg als USPD Mitglied in den Landtag von Sachsen-Weimar-Eisenach und ab 1920 in den Thüringer Landtag. Als zweiter Thüringer Innenminister leistete er ab 1921 grundlegende Arbeit bei der nötigen Gemeindereform zur Neubildung des Landes Thüringen. Doch die politischen Unruhen brachten die Regierung Fröhlich 1923 zu Fall. Er war bis 1933 Mitglied des Landtages und Geschäftsführer einer gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft. Nach 1933 war er wieder als Maurer in der Region Eisenach tätig. 1942 wurde er verhaftet und 1945 aus dem KZ Oranienburg entlassen. Bis Ende 1946 war er dann Oberbürgermeister von Eisenach. 

Zu seiner Person sucht die August-Bebel-Gesellschaft Dokumente, Fotos und Zeitzeugen. Insbesondere auch Informationen über seine Geschwister Johann, Andreas und Marie Magdalene. Sie erreichen uns unter Tel.+ Fax 03691 / 75434 oder in der Gedenkstätte „Goldener Löwe“, Marienstr. 57 in Eisenach.