Freitag, 8. Dezember 2017

Thüringen im Wandel der Zeit – Landolf Scherzer berichtet über die Umbrüche der letzten 30 Jahre 

Der Thüringer Schriftsteller Landolf Scherzer erkundet, was die soziale Welt im Innersten zusammen hält. Seine Tetralogie „der Erste“, „Der Zweite“, „Der Rote“ sind facettenreiche Erlebnisprotokolle und Recherchen über die Macht und Ohnmacht des Regierens, von der Endphase der DDR bis heute. Scherzer erzählt die jüngste Geschichte anhand realer Thüringer Politikpersönlichkeiten.

Wir laden recht herzlich ein. Eintritt frei

Anmeldung erwünscht – Tel. 0361 – 598020 oder E-Mail: erfmail@fes.de

Beginn: 18:00 Uhr

Ort: Gedenkstätte „Goldener Löwe“, Marienstraße 57 in 99817 Eisenach

 

 

Freitag, 18. August 2017

Die August-Bebel-Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Ruhlaer Museumstreff und den Rühler Lütern zu einer spannenden und spektakulären Heimatgeschichte eingeladen.

Das Leben und die Legende eines Ruhlaers – Reinhold Quent, genannt „China Quent“

Reinhold Quent, der schon als 20-jähriger freiwillig als Obermatrose der kaiserlichen Kriegsmarine in China kämpfte (daher der Name China Quent) wurde am 18. August, genau vor 100 Jahren zwischen Ruhla und Wilhelmsthal erschossen.

Was war geschehen.

Reinhold Quent wollte in dieser schlechten Zeit 1917 seiner großen Familie mit 8 Kindern und den Großeltern auch mal einen Sonntagsbraten servieren. Dafür ging er wildern.

Kurz nachdem er ein Schmaltier erlegt hatte, seine Büchse wieder zusammengelegt und in der eingenähten Hosentasche wieder versteckt hat, folgte ein zweiter Schuss, der ihn tödlich verwundete. Sein Begleiter verständigte sofort die Familie. Seine Frau und der ältere Sohn machten sich sofort auf die Suche. Das Waldstück war schon abgesperrt und es gab keine Möglichkeit an Reinhold Quent zu kommen. Aber wer hat geschossen? Noch heute gehen in Ruhla die Gerüchte um, es war der Großherzog Wilhelm Ernst selber. Aber der Revierjäger Gustav Schalt bekannte sich für die Tat und das Gerichtsverfahren wurde Anfang 1918 eingestellt. Es war ja reine Notwehr. Komisch nur, das Reinhold Quent von hinten erschossen wurde und er nach dem tödlichem Schuss es gar nicht mehr geschafft hätte seine Waffe wieder zu zerlegen und in seinem Hosenbein zu verstecken.

Nach dem Gerichtsverfahren bekam Schalt wegen Tapferkeit vom Großherzog die silberne Verdienstmedaille.

Die Witte Mina Quent versuchte nach dem Abdanken des Großherzogs den Prozess wieder aufzurollen und schrieb einen langen Brief an die Staatsanwaltschaft in Eisenach. Aber leider auch wieder vergebens. Sie hatte es sehr schwer, ohne dem Einkommen des Familienoberhauptes, ihre Kinder zu versorgen.

Das interessante und spannende Buch, „Schüsse am Reinsteig – China Quent“, vorgestellt vom Autor Andreas Ziebell schildert die Geschichte von Reinhold Quent.

War Reinhold Quent, der mit seiner verbotenen Leidenschaft sich und seinen Lieben über die Lebensmittelzuteilung hinaus zusätzliche Kost verschaffen wollte ein Verbrecher? Vielleich. Sicher aber war er ein Opfer der sozialen und politischen Verhältnisse seiner Zeit, so der Autor Buchautor Ziebell.

 

Zum Deutschen Wandertag – Wochenende 29. und 30. Juli 2017 Gedenkstätte zusätzlich geöffnet 

Wer nicht nur in der Natur ,sondern auch auf den Spuren der deutschen Sozialdemokratie am Wochenende wandern möchte kann dies gerne tun.

Die Gedenkstätte „Goldener Löwe“, die Gründungsstätte der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei SDAP 1869, hat zusätzlich am

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juli 2017 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Zu sehen sind die Ausstellungen „Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“ und „Eisenach zur Zeit des Kongresses 1869“

Wochenende 6. und 7. Mai 2017 Gedenkstätte zusätzlich geöffnet 

Anlässlich der Festwoche „500 Jahre Reformation in Eisenach“ hat die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ zusätzlich am Wochenende
6. und 7. Mai 2017 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Neben der Ausstellung „Eisenach zur Zeit des Kongresses 1869“ kann die moderne Dauerausstellung

„Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“

besichtigt werden. Die Ausstellung würdigt Eisenach und Thüringen als wichtige Schauplätze sozialdemokratischer Geschichte.
Sie schildert den Weg von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Der Eintritt ist frei.

24. März 2017

Gedenken an die Opfer des Kapp-Putsches 1920 – Was sagt uns Geschichte heute?
Diskussionsforum mit satirischer Spielszene

Freitag, 24. März 2017 in 99842 Ruhla, Ortsteil Thal

17:00 Uhr Friedhof Thal am Ehrenmal

Worte des Erinnerns sprachen:
Michael Klostermann, Vorsitzender August-Bebel-Gesellschaft e.V.
Hans-Joachim Ziegler, Bürgermeister Stadt Ruhla
Johanna Helch, Gemeinderatsmitglied Wutha-Farnroda, (DIE LINKE)
Michael Heiny, Marburger Geschichtsverein
Anschließend Kranzniederlegung und Gedenkminute

17:30 Uhr Heimatstube Thal, Dorfstraße
Alles kaputtsch!!
Pessimistisch-satirisches Lesetheater mit optimistischem Einschlag
Dargestellt von den Schauspielern Klaus Heydenbluth und Olaf Müller Autor: Ulf Annel, Kabarett „Die Arche“, Erfurt

Anschließend Gespräch und Diskussion

Es ist zur Tradition geworden, sich jedes Jahr auf dem Thaler Friedhof zu versammeln, um jenen 15 Arbeitern aus Thal zu gedenken, die am 25. März 1920 von Mitgliedern des Marburger Studentenkorps bei Mechterstädt hinterrücks ermordet wurden.
Neben dem Gedenken an die Ermordeten sollte auch der Frage nachgegangen werden, welche Rolle dem zivilen Widerstand gegen Rechtextremismus in der Gegenwart zukommt und ob beide Dinge mit-einander vergleichbar sind. Mit dem pessimistisch-satirischen Lesetheater “Alles kaputtsch!!“ wurden die turbulenten Ereignisse des Kapp-Putsches nochmal in Erinnerung gerufen. „Welche neuen Erkenntnisse zu den damaligen Ereignissen gibt es und welche Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden?“ wurden im Anschluss nachgegangen und diskutiert.

10. März 2017

Einladung

Gerne möchten wir Sie hiermit auf diese Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der August-Bebel-Gesellschaft e.V. hinweisen und dazu sehr herzlich einladen.

VORTRAG UND GESPRÄCH

Mutige Frauen für die Freiheit: Wer sich nicht wehrt, kommt an den Herd.

Denkanstöße zum Internationalen Frauentag 2017

„Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.“ Diese Worte von August Bebel sind weit mehr als 100 Jahre alt und trotzdem höchst aktuell. Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Entwicklung der Demokratie bestimmen die Debatten und erfordern Antworten.

Im Herbst 1989 kämpften viele starke Frauen gemeinsam mit Männern für die Freiheit in der ehemaligen DDR. Sie wollten Demokratie, Frieden und die freie Entfaltung der individuellen Persönlichkeit. Die soziale Gleichstellung war damals für viele kein Thema. Bald folgten Ernüchterung und Resignation: Viele Frauen mussten erkennen, dass Freiheit nicht gleichbedeutend mit sozialer Unabhängigkeit ist. Das Recht auf Arbeit und Bildung gehört im 21. Jahrhundert noch immer zu den Zielen, für die die ersten Frauenrechtlerinnen schon im 19. Jahrhundert eintraten.

Der Frauentag 2017 bildet den Anlass, die gegenwärtige Situation von Frauen zu betrachten und darüber nachzudenken, wie die Gleichstellung der Geschlechter tatsächlich verwirklicht werden kann. Sie sind herzlich zur Veranstaltung und gemeinsamen Diskussion eingeladen!
Vortrag von und Gespräch mit:

Heidrun Sachse, Stellvertretende Vorsitzende der August-Bebel-Gesellschaft e.V.
Silvia Daniel, Journalistin und Trainerin, Eisenach
Ulrike Quentel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eisenach

Dezember 2016

Lesung „111 Museen in Thüringen die man gesehen haben muss“

Kurz vor Weihnachten luden die ABG und die FES zu dieser Lesung ein. Die Autoren Ulf und Juliane Annel stellten vor einem breiten Publikum ihr Buch vor. Untermauert war der sehr unterhaltsame und lehrreiche Vortrag mit vielen Bildern der verschiedenen Museen und weiteren Ausflugstipps in Thüringen.

In diesem Buch wurde der „Goldene Löwe“ unter den 111 Thüringer Museen, die man gesehen habe muss, mit aufgeführt, obwohl die neue Ausstellung damals noch nicht eingerichtet war.
Im Buch wurde auch bemängelt, dass die Fassade in einem sehr schlechten Zustand sei und die Bundes-SPD etwas tiefmütterlich mit der Gedenkstätte umgehe. Dies ist jetzt Geschichte.
Eine neue moderne Ausstellung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet und eingebaut und die Bundes-SPD hat die Finanzierung der neu sanierten Fassade übernommen.
Dies, so versprach es Ulf Annel, soll in der nächsten Auflage natürlich berücksichtigt und geändert werden.

Oktober 2016

Lesung mit Dr. Jürgen Schmidt und anschließende Diskussion

„Arbeiter in der Modere“
Der Inhalt: Ein mühsam erkämpfter Mindestlohn in Deutschland, Sklavenarbeit beim Bau der Stadien zur Fußballweltmeisterschaft in Karar, katastrophale Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Südostasiens: Die Errungenschaften der Arbeiterschaft sind heute in vielen Regionen der Welt bedroht und noch nicht einmal in Ansätzen durchgesetzt.

September 2016

Lesung mit Frauke Danker  „Betrug war alles, Lug und Schein…“

Dieses Buch zeigt anhand einer tragischen Familiengeschichte die Entstehung und Etablierung der Machtstrukturen des dritten Reiches auf, mit den Folgen in der Nachkriegszeit und darüber hinaus.
Betrug war alles, Lug und Schein….Ein Zitat aus Goethes Faust, dazu ein unscharfes Foto, wie ihr Vater sie 1947 auf dem Maschseesteg zärtlich und beschützend an den Ärmchen hält. Der Titel von Frauke Dankers Buch stellt die Frage „alles nur Trug?“.
Die Antwort ist eine Mixtur aus Fakten und Fiktionen, Erzählung und Bekenntnis. Brisant, packend, aufrüttelnd, politisch. Abrechnung mit Geschichte und Mahnung. Mit einer lokalen Erkennungsmelodie. Keine süße Melodie. Aber eine, die in den Kopf geht. Wie ein Splitter.
Rüdiger Knorr, Neue Presse Hannover

Juli 2016

Christian Ude zu Gast im „Löwen“

An diesem Wochenende besuchte der frühere langjährige Oberbürgermeister von München, Christian Ude, die Wartburgstadt Eisenach. Neben dem Besuch der Wartburg und des Lutherhauses stand natürlich auch die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ auf dem Programm.
„Ein Sozialdemokrat muss wissen, wo die SPD-Geburtsstätte liegt“, so Christian Ude.
Die Geschäftsführerin der August-Bebel-Gesellschaft, Karin Richardt, führte den Gast, begleitet von der SPD-Kreisvorsitzenden von Eisenach, Heidrun Sachse, und Vorstandsmitgliedern der regionalen SPD durch die neue Ausstellung „Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“. Sichtlich begeistert holte er seinen Fotoapparat  heraus und machte so einige, für ihn sehr interessante Fotos der Ausstellung.
Nach dem Eintrag ins Gästebuch des „Goldenen Löwen“  ging es weiter zum SPD-Sommerfest in den benachbarten Kunst-Pavillon. Dort erzählte Christian Ude Anekdoten aus seiner 50-jährigen SPD-Zugehörigkeit und las aus seinem Buch „Meine verfrühten Memoiren“.

Juni 2016

Eisenacher KinderKulturNacht

Zum ersten Mal beteiligte sich der „Goldene Löwe“ an der Eisenacher KinderKulturNacht.
„Häuser erzählen ihre Geschichte“ war das diesjährige Motto.
Es ist das Jahr 1869, in der Stadt gab es einen Löwen, einen GOLDENEN Löwen…

Von 18.00 bis 22.30 Uhr war der „Löwe“ geöffnet. Die Kinder konnten hier ihren eigenen Löwen basteln oder malen. Für die etwas älteren Kinder wurde ein Rätsel über die Geschichte des Hauses erstellt. Wer die Fragen richtig beantwortet hat, wurde mit einem kleinen Plüschlöwen belohnt. Selbstverständlich konnten auch die Ausstellungen im Hause besichtigt werden. Was auch von vielen Erwachsenen genutzt wurde.

Samstag, 26. August 2017

Sommerfest der Poesie in der Eisenacher Südstadt

und natürlich auch im „Goldenen Löwen“

Ein Sommertag mit Lyrik, Prosa, Poetryfilmen, Musik und vielem mehr erwartet die Besucher des Sommerfestes der Poesie, das die literarische Gesellschaft Thüringen e.V. ausrichtet.

Wir laden recht herzlich ein.

Programm:

14:00 Uhr – Eröffnung der Veranstaltung
durch die Literarische Gesellschaft Thüringen (Reuter-Villa Salon)
14:15 Uhr – Auszeichnung und Lesung der drei Preisträger
des Schreibwettbewerbs (Reuter-Villa Salon)
 Jonas Kuttig, Jannik Köhler, Katharina Lambrecht
15:00 Uhr – Vorstellung der Projekte Weimarer Kinderbibel
und Thüringer Buchlöwe (Reuter-Villa Salon)
 Lieblingstexte von LGT-Mitgliedern aus dem „Buchlöwen“
 Schülerin des MLG mit ihrem Text aus der „Kinderbibel“
 Texte für Kinder von Autoren aus der Region (Florian Meyfarth)
16:00 Uhr – Die jungen literarischen Netzwerke
In guter Nachbarschaft (Jena) und LEA – Erfurter Lesebühne
stellen sich vor (Reuter-Villa Salon & Gedenkstätte Goldener Löwe)
 Peter Neumann & Mitstreiter*innen
 Andreas Budzier & Mitstreiter*innen
17:00 Uhr – Lesungen von Autor*innen aus der Region
(alternativ Reuter-Villa Salon und Gedenkstätte Goldener Löwe)
18:30 Uhr – Poetryfilmkanal Weimar und Lesung Edition Muschelkalk
(Christine Hansmann & Stefan Petermann)
(Hotel Glockenhof)
20:00 Uhr – Abendlesung mit Nancy Hünger und Daniela Danz
(Hotel Glockenhof)
21:00 Uhr – Nachtmusik im Biergarten oder in der Bar (Glockenhof)
mit Jana Nietzschmann (Chansons & Musical-Melodien)
alternativ Konzert der Band Snowblind (unplugged) in der Phantasie
(bei separatem Eintritt)

Partner des Sommerfests sind die Thüringer Staatskanzlei, das Landratsamt Wartburgkreis, die Stadt Eisenach, die Lippmann+Rau-Stiftung und der Jazzclub Eisenach.

Pressekontakt: Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.,
Tel.: 03643/776699
Mail: literarische-gesellschaft(at)t-online.de

Samstag, 26. August 2017

Sommerfest der Poesie in der Eisenacher Südstadt

und natürlich auch im „Goldenen Löwen“

Ein Sommertag mit Lyrik, Prosa, Poetryfilmen, Musik und vielem mehr erwartet die Besucher des Sommerfestes der Poesie, das die literarische Gesellschaft Thüringen e.V. ausrichtet.

Wir laden recht herzlich ein.

Programm:

14:00 Uhr – Eröffnung der Veranstaltung
durch die Literarische Gesellschaft Thüringen (Reuter-Villa Salon)
14:15 Uhr – Auszeichnung und Lesung der drei Preisträger
des Schreibwettbewerbs (Reuter-Villa Salon)
 Jonas Kuttig, Jannik Köhler, Katharina Lambrecht
15:00 Uhr – Vorstellung der Projekte Weimarer Kinderbibel
und Thüringer Buchlöwe (Reuter-Villa Salon)
 Lieblingstexte von LGT-Mitgliedern aus dem „Buchlöwen“
 Schülerin des MLG mit ihrem Text aus der „Kinderbibel“
 Texte für Kinder von Autoren aus der Region (Florian Meyfarth)
16:00 Uhr – Die jungen literarischen Netzwerke
In guter Nachbarschaft (Jena) und LEA – Erfurter Lesebühne
stellen sich vor (Reuter-Villa Salon & Gedenkstätte Goldener Löwe)
 Peter Neumann & Mitstreiter*innen
 Andreas Budzier & Mitstreiter*innen
17:00 Uhr – Lesungen von Autor*innen aus der Region
(alternativ Reuter-Villa Salon und Gedenkstätte Goldener Löwe)
18:30 Uhr – Poetryfilmkanal Weimar und Lesung Edition Muschelkalk
(Christine Hansmann & Stefan Petermann)
(Hotel Glockenhof)
20:00 Uhr – Abendlesung mit Nancy Hünger und Daniela Danz
(Hotel Glockenhof)
21:00 Uhr – Nachtmusik im Biergarten oder in der Bar (Glockenhof)
mit Jana Nietzschmann (Chansons & Musical-Melodien)
alternativ Konzert der Band Snowblind (unplugged) in der Phantasie
(bei separatem Eintritt)

Partner des Sommerfests sind die Thüringer Staatskanzlei, das Landratsamt Wartburgkreis, die Stadt Eisenach, die Lippmann+Rau-Stiftung und der Jazzclub Eisenach.

Pressekontakt: Literarische Gesellschaft Thüringen e.V.,
Tel.: 03643/776699
Mail: literarische-gesellschaft(at)t-online.de

Freitag, 18. August 2017

Die August-Bebel-Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit dem Ruhlaer Museumstreff und den Rühler Lütern zu einer spannenden und spektakulären Heimatgeschichte eingeladen.

Das Leben und die Legende eines Ruhlaers – Reinhold Quent, genannt „China Quent“

Reinhold Quent, der schon als 20-jähriger freiwillig als Obermatrose der kaiserlichen Kriegsmarine in China kämpfte (daher der Name China Quent) wurde am 18. August, genau vor 100 Jahren zwischen Ruhla und Wilhelmsthal erschossen.

Was war geschehen.

Reinhold Quent wollte in dieser schlechten Zeit 1917 seiner großen Familie mit 8 Kindern und den Großeltern auch mal einen Sonntagsbraten servieren. Dafür ging er wildern.

Kurz nachdem er ein Schmaltier erlegt hatte, seine Büchse wieder zusammengelegt und in der eingenähten Hosentasche wieder versteckt hat, folgte ein zweiter Schuss, der ihn tödlich verwundete. Sein Begleiter verständigte sofort die Familie. Seine Frau und der ältere Sohn machten sich sofort auf die Suche. Das Waldstück war schon abgesperrt und es gab keine Möglichkeit an Reinhold Quent zu kommen. Aber wer hat geschossen? Noch heute gehen in Ruhla die Gerüchte um, es war der Großherzog Wilhelm Ernst selber. Aber der Revierjäger Gustav Schalt bekannte sich für die Tat und das Gerichtsverfahren wurde Anfang 1918 eingestellt. Es war ja reine Notwehr. Komisch nur, das Reinhold Quent von hinten erschossen wurde und er nach dem tödlichem Schuss es gar nicht mehr geschafft hätte seine Waffe wieder zu zerlegen und in seinem Hosenbein zu verstecken.

Nach dem Gerichtsverfahren bekam Schalt wegen Tapferkeit vom Großherzog die silberne Verdienstmedaille.

Die Witte Mina Quent versuchte nach dem Abdanken des Großherzogs den Prozess wieder aufzurollen und schrieb einen langen Brief an die Staatsanwaltschaft in Eisenach. Aber leider auch wieder vergebens. Sie hatte es sehr schwer, ohne dem Einkommen des Familienoberhauptes, ihre Kinder zu versorgen.

Das interessante und spannende Buch, „Schüsse am Reinsteig – China Quent“, vorgestellt vom Autor Andreas Ziebell schildert die Geschichte von Reinhold Quent.

War Reinhold Quent, der mit seiner verbotenen Leidenschaft sich und seinen Lieben über die Lebensmittelzuteilung hinaus zusätzliche Kost verschaffen wollte ein Verbrecher? Vielleich. Sicher aber war er ein Opfer der sozialen und politischen Verhältnisse seiner Zeit, so der Autor Buchautor Ziebell.

 

Zum Deutschen Wandertag – Wochenende 29. und 30. Juli 2017 Gedenkstätte zusätzlich geöffnet 

Wer nicht nur in der Natur ,sondern auch auf den Spuren der deutschen Sozialdemokratie am Wochenende wandern möchte kann dies gerne tun.

Die Gedenkstätte „Goldener Löwe“, die Gründungsstätte der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei SDAP 1869, hat zusätzlich am

Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juli 2017 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Zu sehen sind die Ausstellungen „Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“ und „Eisenach zur Zeit des Kongresses 1869“

Wochenende 6. und 7. Mai 2017 Gedenkstätte zusätzlich geöffnet 

Anlässlich der Festwoche „500 Jahre Reformation in Eisenach“ hat die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ zusätzlich am Wochenende
6. und 7. Mai 2017 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Neben der Ausstellung „Eisenach zur Zeit des Kongresses 1869“ kann die moderne Dauerausstellung

„Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“

besichtigt werden. Die Ausstellung würdigt Eisenach und Thüringen als wichtige Schauplätze sozialdemokratischer Geschichte.
Sie schildert den Weg von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Der Eintritt ist frei.

24. März 2017

Gedenken an die Opfer des Kapp-Putsches 1920 – Was sagt uns Geschichte heute?
Diskussionsforum mit satirischer Spielszene

Freitag, 24. März 2017 in 99842 Ruhla, Ortsteil Thal

17:00 Uhr Friedhof Thal am Ehrenmal

Worte des Erinnerns sprachen:
Michael Klostermann, Vorsitzender August-Bebel-Gesellschaft e.V.
Hans-Joachim Ziegler, Bürgermeister Stadt Ruhla
Johanna Helch, Gemeinderatsmitglied Wutha-Farnroda, (DIE LINKE)
Michael Heiny, Marburger Geschichtsverein
Anschließend Kranzniederlegung und Gedenkminute

17:30 Uhr Heimatstube Thal, Dorfstraße
Alles kaputtsch!!
Pessimistisch-satirisches Lesetheater mit optimistischem Einschlag
Dargestellt von den Schauspielern Klaus Heydenbluth und Olaf Müller Autor: Ulf Annel, Kabarett „Die Arche“, Erfurt

Anschließend Gespräch und Diskussion

Es ist zur Tradition geworden, sich jedes Jahr auf dem Thaler Friedhof zu versammeln, um jenen 15 Arbeitern aus Thal zu gedenken, die am 25. März 1920 von Mitgliedern des Marburger Studentenkorps bei Mechterstädt hinterrücks ermordet wurden.
Neben dem Gedenken an die Ermordeten sollte auch der Frage nachgegangen werden, welche Rolle dem zivilen Widerstand gegen Rechtextremismus in der Gegenwart zukommt und ob beide Dinge mit-einander vergleichbar sind. Mit dem pessimistisch-satirischen Lesetheater “Alles kaputtsch!!“ wurden die turbulenten Ereignisse des Kapp-Putsches nochmal in Erinnerung gerufen. „Welche neuen Erkenntnisse zu den damaligen Ereignissen gibt es und welche Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden?“ wurden im Anschluss nachgegangen und diskutiert.

10. März 2017

Einladung

Gerne möchten wir Sie hiermit auf diese Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der August-Bebel-Gesellschaft e.V. hinweisen und dazu sehr herzlich einladen.

VORTRAG UND GESPRÄCH

Mutige Frauen für die Freiheit: Wer sich nicht wehrt, kommt an den Herd.

Denkanstöße zum Internationalen Frauentag 2017

„Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter.“ Diese Worte von August Bebel sind weit mehr als 100 Jahre alt und trotzdem höchst aktuell. Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Entwicklung der Demokratie bestimmen die Debatten und erfordern Antworten.

Im Herbst 1989 kämpften viele starke Frauen gemeinsam mit Männern für die Freiheit in der ehemaligen DDR. Sie wollten Demokratie, Frieden und die freie Entfaltung der individuellen Persönlichkeit. Die soziale Gleichstellung war damals für viele kein Thema. Bald folgten Ernüchterung und Resignation: Viele Frauen mussten erkennen, dass Freiheit nicht gleichbedeutend mit sozialer Unabhängigkeit ist. Das Recht auf Arbeit und Bildung gehört im 21. Jahrhundert noch immer zu den Zielen, für die die ersten Frauenrechtlerinnen schon im 19. Jahrhundert eintraten.

Der Frauentag 2017 bildet den Anlass, die gegenwärtige Situation von Frauen zu betrachten und darüber nachzudenken, wie die Gleichstellung der Geschlechter tatsächlich verwirklicht werden kann. Sie sind herzlich zur Veranstaltung und gemeinsamen Diskussion eingeladen!
Vortrag von und Gespräch mit:

Heidrun Sachse, Stellvertretende Vorsitzende der August-Bebel-Gesellschaft e.V.
Silvia Daniel, Journalistin und Trainerin, Eisenach
Ulrike Quentel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eisenach

Dezember 2016

Lesung „111 Museen in Thüringen die man gesehen haben muss“

Kurz vor Weihnachten luden die ABG und die FES zu dieser Lesung ein. Die Autoren Ulf und Juliane Annel stellten vor einem breiten Publikum ihr Buch vor. Untermauert war der sehr unterhaltsame und lehrreiche Vortrag mit vielen Bildern der verschiedenen Museen und weiteren Ausflugstipps in Thüringen.

In diesem Buch wurde der „Goldene Löwe“ unter den 111 Thüringer Museen, die man gesehen habe muss, mit aufgeführt, obwohl die neue Ausstellung damals noch nicht eingerichtet war.
Im Buch wurde auch bemängelt, dass die Fassade in einem sehr schlechten Zustand sei und die Bundes-SPD etwas tiefmütterlich mit der Gedenkstätte umgehe. Dies ist jetzt Geschichte.
Eine neue moderne Ausstellung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet und eingebaut und die Bundes-SPD hat die Finanzierung der neu sanierten Fassade übernommen.
Dies, so versprach es Ulf Annel, soll in der nächsten Auflage natürlich berücksichtigt und geändert werden.

Oktober 2016

Lesung mit Dr. Jürgen Schmidt und anschließende Diskussion

„Arbeiter in der Modere“
Der Inhalt: Ein mühsam erkämpfter Mindestlohn in Deutschland, Sklavenarbeit beim Bau der Stadien zur Fußballweltmeisterschaft in Karar, katastrophale Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Südostasiens: Die Errungenschaften der Arbeiterschaft sind heute in vielen Regionen der Welt bedroht und noch nicht einmal in Ansätzen durchgesetzt.

September 2016

Lesung mit Frauke Danker  „Betrug war alles, Lug und Schein…“

Dieses Buch zeigt anhand einer tragischen Familiengeschichte die Entstehung und Etablierung der Machtstrukturen des dritten Reiches auf, mit den Folgen in der Nachkriegszeit und darüber hinaus.
Betrug war alles, Lug und Schein….Ein Zitat aus Goethes Faust, dazu ein unscharfes Foto, wie ihr Vater sie 1947 auf dem Maschseesteg zärtlich und beschützend an den Ärmchen hält. Der Titel von Frauke Dankers Buch stellt die Frage „alles nur Trug?“.
Die Antwort ist eine Mixtur aus Fakten und Fiktionen, Erzählung und Bekenntnis. Brisant, packend, aufrüttelnd, politisch. Abrechnung mit Geschichte und Mahnung. Mit einer lokalen Erkennungsmelodie. Keine süße Melodie. Aber eine, die in den Kopf geht. Wie ein Splitter.
Rüdiger Knorr, Neue Presse Hannover

Juli 2016

Christian Ude zu Gast im „Löwen“

An diesem Wochenende besuchte der frühere langjährige Oberbürgermeister von München, Christian Ude, die Wartburgstadt Eisenach. Neben dem Besuch der Wartburg und des Lutherhauses stand natürlich auch die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ auf dem Programm.
„Ein Sozialdemokrat muss wissen, wo die SPD-Geburtsstätte liegt“, so Christian Ude.
Die Geschäftsführerin der August-Bebel-Gesellschaft, Karin Richardt, führte den Gast, begleitet von der SPD-Kreisvorsitzenden von Eisenach, Heidrun Sachse, und Vorstandsmitgliedern der regionalen SPD durch die neue Ausstellung „Sozialdemokratie von Eisenach bis heute“. Sichtlich begeistert holte er seinen Fotoapparat  heraus und machte so einige, für ihn sehr interessante Fotos der Ausstellung.
Nach dem Eintrag ins Gästebuch des „Goldenen Löwen“  ging es weiter zum SPD-Sommerfest in den benachbarten Kunst-Pavillon. Dort erzählte Christian Ude Anekdoten aus seiner 50-jährigen SPD-Zugehörigkeit und las aus seinem Buch „Meine verfrühten Memoiren“.

Juni 2016

Eisenacher KinderKulturNacht

Zum ersten Mal beteiligte sich der „Goldene Löwe“ an der Eisenacher KinderKulturNacht.
„Häuser erzählen ihre Geschichte“ war das diesjährige Motto.
Es ist das Jahr 1869, in der Stadt gab es einen Löwen, einen GOLDENEN Löwen…

Von 18.00 bis 22.30 Uhr war der „Löwe“ geöffnet. Die Kinder konnten hier ihren eigenen Löwen basteln oder malen. Für die etwas älteren Kinder wurde ein Rätsel über die Geschichte des Hauses erstellt. Wer die Fragen richtig beantwortet hat, wurde mit einem kleinen Plüschlöwen belohnt. Selbstverständlich konnten auch die Ausstellungen im Hause besichtigt werden. Was auch von vielen Erwachsenen genutzt wurde.